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Tages-Anzeiger
6. März 09

NZZ
März 2009

 Sonderausstellung KNOCHEN

 Tagblatt
 Donnerstag, 3. April 2008

Unsere Überbleibsel
Knochen sind High-Tech der Natur und Zeugen der Evolution

Ohne Knochen wären wir ein Haufen Fleisch. Dank Knochen wissen wir vom ersten Menschen, der vor einer Million Jahren nach Europa eingewandert ist, und Knochen verzehren wir tagtäglich, beispielsweise in Gummibärchen....

... Knochen schützen unsere inneren Organe, sie leben, wachsen und können tonnenschwere Lasten tragen. Aber obwohl sie äusserst belastbar sind , können sie auch brechen. An archäologischen Skelettmaterial lassen sich Brüche diagnostizieren, beim Eismann Ötzi verheilten mehrere Rippenbrüche. Und aus dieser Steinzeit sind gezielte chirurgische Eingriffe nachgewiesen. Unzimperlich wurde mit Feuersteinklingen die Schädeldecke geöffnet. Verheilte Knochenränder belegen, dass einige Patienten diese sogenannte Trepanation überlebt haben - fragt sich allerdings wie lange. Knochen können also selber heilen. "Sie sind High-Tech der Natur" erklärt Rütsche.

Die Ausstellung zeigt mehr als die technische Funktionen der Knochen. Im Kulturama krabbeln Speckkäfer, welche das Fleisch von den Knochen abnagen. ...


                                                                                                             Bruno Knellwolf

 Sonderausstellung Geburt
 Von der befruchteten Eizelle bis zum Säugling

 Neue Zürcher Zeitung
 Dienstag, 15. Mai 2007

Vom Babybauch bis zur Geburt

Wie fühlt es sich an schwanger zu sein? Diese Frage ist selbst für gestandene Mütter schwierig zu beantworten, wenn es eine Zeitlang her ist, dass sie in "anderen Umständen" waren. Einen Schritt näher kommt man der Antwort  vielleicht im Kulturama in Zürich, das in diesen Tagen eine Sonderausstellung rund ums Thema Geburt eröffnet hat.

Ein Babybauch für Männer
Die kurzweilige Schau widmet sich der Entstehung und der Entwicklung eines Kindes von der befruchteten Eizelle bis zur Geburt. Und selbst Männer dürfen sich in der Ausstellung für einmal fast wie schwanger fühlen: Mit Hilfe einer sieben Kilogramm wiegenden Weste mit Babybauch wird jedermann ansatzweise das Gefühl vom Schwangersein vermittelt...

... Der Anfang der Ausstellung illustriert die Entwicklung des Kindes im Bauch der Mutter. Mit Schautafeln, Originalpräparaten und Modellen wird erklärt, wie der Fötus heranwächst, wieso es zu Mehrlingsschwangerschaften kommt und welche Positionen das Kind im Bauch einnehmen kann. Ein Tondokument zeigt auf, dass im Bauch der Mutter alles andere als vollkommene Stille herscht: Die Lunge pumpt, der Magen gluckert, das Herz schlägt...

... Ammenmärchen
Neben ernsten Aspekten gibt es im Kulturama auch manches zum Schmunzeln, etwa dort, wo Ammenmärchen erzält werden. So heisst es , wenn eine Schwangere die Beine übereinanderschlage, bekomme das Kind keine Luft mehr. Eine fröhliche und ausgeglichene Schwangere weise darauf hin, dass ein Bub zur Welt komme. Während hingegen Trübsinn auf ein Mädchen hindeute. Und selbst Schwangerschaftsbeschwerden - das sei allen Geplagten gesagt - sollen positiv sein: Häufige Übelkeit in der Schwangerschaft bringt angeblich besonders intelligente Kinder hervor.        ekk.

 Tages-Anzeiger
 Freitag, 11. Mai 2007

Im Museum können auch Männer schwanger werden

Die Bezeichnung "Museum des Menschen" trägt das Kulturama im Untertitel. Eine Ausstellung zum Thema Geburt passt daher ideal ins Konzept. Claudia Rütsche, die Direktorin des Museum, erfüllt sich damit einen lange gehegten Wunsch. Der Rundgang durch die Sonderausstellung startet beim Beginn des Lebens - dem Befruchten der Eizelle - und ist in sechs Themenbereiche gegliedert: Anatomie, Geburtsvorbereitung und -hilfe, Neugebore und Säuglinge, Kultur- und Sozialgeschichte sowie Tiergeburten. "Jeder hat zwar eine Geburt erlebt, aber keine Erinnerungen daran", sagt Rütsche.Die Sonderausstellung macht dieses faszinierende Ereignis mit Bildern, Filmen, Präparaten und Modellen spürbar - im wahrsten Sinne des Wortes. Viele der Ausstellungsgegenstände können nämlich ertastet, angezogen und befühlt werden, was den Erlebniswert beträchtlich steigert...

... Sehr berührend sind die Filme, die ungewöhnliche Einblicke gewähren. Das werdene Kind liegt nicht etwa ganz still und ruhig da, sondern strampelt mit den Beinchen, scheint zu gähnen und öffnet die Augen...
                                                                                     Bruno Gasser

 Museumserweiterung 2006

 Neue Zürcher Zeitung
 8./9. April 2006

Mit den Ohren schauen

Ein neuer Erlebnispfad für Kinder und Jugendliche im KULTURAMA in Zürich Hottingen. Einmal einen jahrtausendealten Faustkeil in der Hand halten. Einen Original-Mammut-Backenzahn berühren. Die rasend schnellen Herztöne einer Spitzmaus hören. Testen, wie gut das eigene Gehör funktioniert. Oder mit den Ohren schauen. - Der neu eröffnete Erlebnispfad des KULTURAMAS in Zürich Hottingen spricht viele Sinne an. Hier können Kinder und Jugendliche wissenschaftliche Themen auf spielerische Art selbständig erarbeiten und entdecken - und zweifellos wird die Ausstellung auch manchen Erwachsenen in ihren Bann ziehen. Möglich geworden ist dieses Eldorado für Wissensdurstige durch eine Erweiterung des KULTURAMAS. Dieses war wegen der grosssen Besucherzahl schon kurz nach der Neueröffnung vor viereinhalb Jahren an seine räumlichen Grenzen gestossen...

... Wie Claudia Rütsche, Direktorin des KULTURAMAS, am Donnerstag bei der Eröffnung sagte, handelt es sich beim Erlebnispfad um ein in der Schweiz einmaliges Angebot. Zusammen mit ihrem Vorgänger, dem heute 88 jährigen KULTURAMA-Gründer Paul Muggler, hat sie das Konzept für den Erlebnispfad ausgearbeitet. "Wir haben uns damit die eigenen Kinderwünsche erfüllt", sagte sie: "Wir haben ein Museum gemacht, wie wir es als Kinder gerne gehabt hätten"...                                                                                                                     sm

 Tages-Anzeiger
 7.April 2006

Museum KULTURAMA vergrössert

.... Das interdisziplinäre Lernmuseum KULTURAMA beim Hottingerplatz ist um zwei Etagen auf fünf erweitert worden. Es bietet Schülern und anderen Wissbegierigen künftig noch mehr Raum, um den menschlichen Körper, Tiere und die gemeinsame Evolution hautnah zu begreifen. Auf der ersten neuen Etage, vorgesehen für temporäre Ausstellungen, sind bis August Grossformatfotografien von Livio Piatti zum ambivalenten Verhältnis von Mensch und Tier zu sehen. Auf der zweiten neuen Etage, im Dachgeschoss, wurde ein Erlebnispfad eingerichtet...

... Die ausgestellte Welt soll nicht nur durch Glasscheiben betrachtet, sondern ertastet, gehört und gerochen werden. Nur den Geschmackssinn könne man aus hygienischen Gründen nicht bedienen, sagt die Museumsdirektorin Claudia Rütsche, die zusammen mit dem Museumsgründer, dem 88-jährigen Paul Muggler den Erlebnispfad konzipiert hat...                                                                                            

                                                                                                                            (ast)

 Züriberg
 6. April 2006

Im KULTURAMA bricht eine neue Ära an

Nach eineinhalb Jahren Umbau öffnet das erweiterte KULTURAMA morgen seine Türen. Direktorin Claudia Rütsche freut sich darauf "wie ein Kind auf Weihnachten".

Wer durch das renovierte Gebäude geht, versteht schnell, warum sich Claudia Rütsche so sehr freut. Durch die Erweiterung hat das KULTURAMA einen riesigen Satz nach vorne gemacht. Im mittleren Stockwerk steht nun ein grosser Raum für die Sonderausstellungen zur Verfügung...

... Ein Stockwerk höher können Kinder, Jugendliche und Erwachsene Wissenschaft hautnah im neuen Erlebnispfad erleben....

... Noch nie wurde Humanbiologie, Evolution und Urgeschichte so direkt präsentiert, erlebnisorientiert aufbereitet und daduch sprichwörtlich (be-)greifbar gemacht. In Experimenten und anhand von Spielen lernen Kinder ab dem Schulalter im Erlebnispfad selbst - aus Neugier. An Hörstationen und Computern wird Wissen vermittelt, das eine Station später sicher weiterhilft: zum Beispiel beim Ertasten von Knochen....                                                                            Andreas J. Minor

 
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